Verbindlichkeit und Vertrauen im interreligiösen Dialog

Bedingungen für stabile Netzwerke in Zeiten zunehmender Polarisierung

Vertrauen, ob im individuellen oder kollektiven Kontext, muss erworben und kontinuierlich gefestigt werden. Dies gilt besonders, wenn Menschen und Gruppen mit unterschiedlichen Positionen, Rollen und Erfahrungen aufeinandertreffen – so auch in interreligiösen Strukturen.

In interreligiösen Strukturen geht es dabei nicht nur um den Umgang mit Machtasymmetrien und die Reflexion der eigenen Position in der Gesellschaft. Vielmehr stellt sich die Frage: Was bildet die Basis des Gemeinsamen, wenn Unterschiede anerkannt und ausgehandelt werden?

In Zeiten zunehmender Polarisierung, Diskriminierung und Abwertung gewinnen diese Aushandlungsprozesse an Bedeutung. Hier werden die Grenzen und Spielräume des Miteinanders verhandelt – etwa, wie Solidarität verstanden wird, wie Ausschlüsse und Fehler reflektiert und bearbeitet werden.

Im Fokus des Praxislabors stehen die folgenden Fragen:

  • Wie präsent und zuverlässig sind diese Strukturen und Personen, wenn es um komplexe und schwierige Situationen geht?
  • Tragen Strukturen auch dann, wenn nicht alles rund läuft, oder wenn Mitglieder angegriffen oder beleidigt werden? Schützen sie vor Diskriminierung oder weichen sie aus?
  • Was braucht es, damit Netzwerke, Verbindungen und Dialoge auch in Konflikten bestehen bleiben?
  • Wie können Vertrauen und Verbindlichkeit in interreligiösen Strukturen gestärkt werden?

Den Hintergrund bilden Farbflächen in verschiedenen Formen und mindestens 10 Farben. Im Vordergrund ist der Schriftzug "Praxislabor". Der Schriftzug besteht aus zwei Teilen, die in der linken oberen Ecke zusammentreffen.

Datum:

13.05.2026 | 16:00 – 17:30 Uhr

Kontakt:

Tanja Berg
t.berg@minor-kontor.de

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes ReKo statt.

Das Projekt wird von dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.